Gründung des Weiterbildungsverbundes


12 Hausarztpraxen in Herne und Wanne-Eickel, unterstützt vom Herner Ärztenetz, und die drei Krankenhäuser Annahospital, EvK. Herne und Marienhospital Herne haben sich zu einem Weiterbildungsverbund für zukünftige Hausärzte zusammengetan.

Warum ist das sinnvoll und wichtig?


Bevor Hausärzte sich selbstständig niederlassen können, haben sie 3 Jahre in der Klinik und 2 Jahre in einer Hausarztpraxis gelernt. Immer weniger Mediziner entschließen sich heute, Hausarzt zu werden. Die Zahlen in Westfalen haben sich halbiert. Das bedroht die Qualität der Versorgung der Patienten nicht nur in ländlichen Regionen, sondern auch in unserer Stadt. In unserer Stadt umso mehr, weil in Herne eh schon ein Hausarzt mehr Patienten zu versorgen hat und die zu versorgenden Menschen älter und damit kranker sind als in anderen Städten.
Viele Hausärzte haben Nachwuchssorgen. Es ist daher ein wichtiges Anliegen von Ärzten und Patienten, Werbung für eine Ausbildung in unserer Stadt zu machen, um die gute Qualität der Versorgung aufrechtzuerhalten. Deshalb ist eines der wesentlichen Ziele des Verbundes, die Attraktivität unserer Stadt für die Weiterbildung zum Hausarzt zu erhöhen.

 

Weiterbildungsverbund Herne

Wie will der Weiterbildungsverbund dies erreichen?

Er bietet den jungen Ärzten einen reibungslosen Ablauf während der 5 Jahre seiner Ausbildung ohne Wartezeiten zwischen Klinik und Praxis an und lässt Interessen des einzelnen Arztes trotzdem Raum. Er stellt dem jungen Arzt einen betreuenden Mentor an die Seite.
Und der Verbund unternimmt Anstrengungen, die Qualität der Weiterbildung zum Hausarzt zu verbessern. Obwohl so bedeutend für den Patienten ist die Hausarztmedizin immer noch ein Stiefkind unter den Fächern der Medizin. Der Verbund will daher auch die Qualität der Ausbildung verbessern u.a. durch ein Seminar, das den gemeinsamen Austausch unter den jungen Medizinern über ihre schwierigen Fälle in den Mittelpunkt setzt. Weiter soll die Qualifikation des zukünftigen Hausarztes in ärztlicher Gesprächsführung, Altersmedizin und Palliativmedizin finanziell gefördert werden.
Der Verbund selber ist ein Ausdruck, dass die Hausarztmedizin ein Anliegen aller ist und bisher Trennendes überwunden wird; die Verbindung unserer Stadt zu beiden Universitäten Bochum und Essen kann zum Erfolg verhelfen. Für diese Verbindung zwischen Universität und Praxen haben sich Herner Hausärzte und Krankenhausärzte schon immer persönlich stark eingesetzt und die Herner Patienten haben viel Wohlwollen für Weiterbildung in den Lehrpraxen und den Krankenhäusern gezeigt. Wir wünschen uns jetzt die Unterstützung für einen weiteren Schritt im Interesse unserer Stadt und der Qualität der Weiterbildung von Hausärzten.



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